Wolf (Birkweiler)

Artikel aus"Die Rheinpfalz vom 29.07.2017"

Von Cuvées, diesen trendigen Verbindungen von Rebsorten, hält das Weingut Klaus & Mathias Wolf nichts. Ausschließlich reinsortige Weine mit klarer Handschrift, fast ausnahmslos trocken, verlassen das Weingut am Rand des Ortskerns von Birkweiler.

Kein Wunder, Toplagen wie Kastanienbusch und Mandelberg liegen schließlich vor der Haustür. 1620 wurde Hans Wolf, einer der Vorfahren, in der Ortschronik erstmals urkundlich erwähnt. Er legte den Grundstein für das heutige Familienweingut, in dem alle mitanpacken.

„Fast 400 Jahre Familientradition in den Weinbergen“, rechnet Juniorchef Mathias Wolf vor. Mit seinen 28 Jahren ist er der kreative Kopf des Unternehmens, der Weinmacher, der sich auf den Keller konzentriert. Gemeinsam mit seinem Vater Klaus, der sich vor allemumdenAußenbetrieb kümmert, teilt er sich die Bewirtschaftung der 15 Hektar Rebfläche.

Bis Mitte der 1980er-Jahre lieferten die Wolfs ihre Trauben an die Genossenschaft. Ab dann wurden die ersten eigenen Flaschen gefüllt. Heute gehen rund 70 Prozent der Jahresproduktion an Privatkunden. 25 Prozent der durchschnittlich 100.000 Flaschen sichert sich der Handel, über den auch eine Exportschiene bis nach Helsinki reicht. Der Rest geht in die Gastronomie, meist in der Region.

Ihren Bekanntheitsgrad, daraus macht Mathias Wolf keinen Hehl, verdanken seine Weine, für die er zahlreiche Preise erhielt, vor allem dem Wettbewerb „Junge Südpfalz“. Seit Beginn vor sieben Jahren ist er dabei. Da hatte er seine Winzerlehre gerade hinter sich, sein Fachwissen in Wirtschaft und Technik an Schulen in Oppenheim und Bad Kreuznach vertieft. Die Entwicklung des Weingutes ist seither eng an die Familie gekoppelt, vor allem an die Eltern, die ihrem Sohn sehr früh Verantwortung für den Keller übertrugen und damit die Chance zur eigenen Handschrift. „Nur so konnte ich die heute für uns so typischen Weine, vor allem Weißburgunder und Riesling, entwickeln.“ Auch weil Mutter Gisela, die „gute Seele“ des Betriebs, Büro- und Kundenbetreuung abdeckt, kann es sich Mathias Wolf leisten, als Mitglied der „Generation Pfalz“ in der ganzen Republik die Stilistik seiner Weine und die Philosophie seiner Arbeit vorzustellen.

Dabei spart er auch nicht die Toplagen rund um Birkweiler mit Böden aus Muschelkalk oder Buntsandstein aus, die dem Winzer ideale Voraussetzungen für seine sortentypischen Weißweine bieten. Sie machen immerhin 70 Prozent des Wolfschen Flächenbesitzes aus. Der Durchschnittsertrag pendelt sich bei 7500 Litern pro Hektar ein.

Mit der Klassifizierung seiner Weine hat sich Wolf am Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) orientiert. Vielen jungen Kollegen tat er es gleich und schrumpfte sein Angebot von ehemals 47 auf heute noch 26 Weine. Rotweine fristen dabei eher ein Schattendasein. Den Jahresumsatz 2016 beziffert der bodenständige Weinmacher auf 600.000 Euro.

Weil die Qualität eines Weines nun mal im Weinberg ihren Ursprung hat, ist für den Senior und seine Mitstreiter viel Handarbeit verpflichtend. Traubenhängel werden halbiert, die Reben entblättert und damit vor allem viel Licht und Luft für die Früchte garantiert. Nach der Lese gewährt Mathias Wolf allen weißen Beeren ab Gutswein eine besondere Ruhe: Die Maische lässt er über Nacht „ziehen“, das erleichtere jeder Beere den Saftablauf und damit das Pressen. Auch die Säurewerde so reduziert. Lediglich die Literweine werden bei Wolf mit dem Vollernter geerntet, alles andere von Hand gelesen. Wolf-Weine haben meist eine feine Struktur, können je nach Boden aber auch

kräftig daherkommen, wirken nie angepasst, eher im klassischen Sinne grundsolide. 

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Wolf (Birkweiler)

Artikel aus"Die Rheinpfalz vom 29.07.2017"

Von Cuvées, diesen trendigen Verbindungen von Rebsorten, hält das Weingut Klaus & Mathias Wolf nichts. Ausschließlich reinsortige Weine mit klarer Handschrift, fast ausnahmslos trocken, verlassen das Weingut am Rand des Ortskerns von Birkweiler.

Kein Wunder, Toplagen wie Kastanienbusch und Mandelberg liegen schließlich vor der Haustür. 1620 wurde Hans Wolf, einer der Vorfahren, in der Ortschronik erstmals urkundlich erwähnt. Er legte den Grundstein für das heutige Familienweingut, in dem alle mitanpacken.

„Fast 400 Jahre Familientradition in den Weinbergen“, rechnet Juniorchef Mathias Wolf vor. Mit seinen 28 Jahren ist er der kreative Kopf des Unternehmens, der Weinmacher, der sich auf den Keller konzentriert. Gemeinsam mit seinem Vater Klaus, der sich vor allemumdenAußenbetrieb kümmert, teilt er sich die Bewirtschaftung der 15 Hektar Rebfläche.

Bis Mitte der 1980er-Jahre lieferten die Wolfs ihre Trauben an die Genossenschaft. Ab dann wurden die ersten eigenen Flaschen gefüllt. Heute gehen rund 70 Prozent der Jahresproduktion an Privatkunden. 25 Prozent der durchschnittlich 100.000 Flaschen sichert sich der Handel, über den auch eine Exportschiene bis nach Helsinki reicht. Der Rest geht in die Gastronomie, meist in der Region.

Ihren Bekanntheitsgrad, daraus macht Mathias Wolf keinen Hehl, verdanken seine Weine, für die er zahlreiche Preise erhielt, vor allem dem Wettbewerb „Junge Südpfalz“. Seit Beginn vor sieben Jahren ist er dabei. Da hatte er seine Winzerlehre gerade hinter sich, sein Fachwissen in Wirtschaft und Technik an Schulen in Oppenheim und Bad Kreuznach vertieft. Die Entwicklung des Weingutes ist seither eng an die Familie gekoppelt, vor allem an die Eltern, die ihrem Sohn sehr früh Verantwortung für den Keller übertrugen und damit die Chance zur eigenen Handschrift. „Nur so konnte ich die heute für uns so typischen Weine, vor allem Weißburgunder und Riesling, entwickeln.“ Auch weil Mutter Gisela, die „gute Seele“ des Betriebs, Büro- und Kundenbetreuung abdeckt, kann es sich Mathias Wolf leisten, als Mitglied der „Generation Pfalz“ in der ganzen Republik die Stilistik seiner Weine und die Philosophie seiner Arbeit vorzustellen.

Dabei spart er auch nicht die Toplagen rund um Birkweiler mit Böden aus Muschelkalk oder Buntsandstein aus, die dem Winzer ideale Voraussetzungen für seine sortentypischen Weißweine bieten. Sie machen immerhin 70 Prozent des Wolfschen Flächenbesitzes aus. Der Durchschnittsertrag pendelt sich bei 7500 Litern pro Hektar ein.

Mit der Klassifizierung seiner Weine hat sich Wolf am Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) orientiert. Vielen jungen Kollegen tat er es gleich und schrumpfte sein Angebot von ehemals 47 auf heute noch 26 Weine. Rotweine fristen dabei eher ein Schattendasein. Den Jahresumsatz 2016 beziffert der bodenständige Weinmacher auf 600.000 Euro.

Weil die Qualität eines Weines nun mal im Weinberg ihren Ursprung hat, ist für den Senior und seine Mitstreiter viel Handarbeit verpflichtend. Traubenhängel werden halbiert, die Reben entblättert und damit vor allem viel Licht und Luft für die Früchte garantiert. Nach der Lese gewährt Mathias Wolf allen weißen Beeren ab Gutswein eine besondere Ruhe: Die Maische lässt er über Nacht „ziehen“, das erleichtere jeder Beere den Saftablauf und damit das Pressen. Auch die Säurewerde so reduziert. Lediglich die Literweine werden bei Wolf mit dem Vollernter geerntet, alles andere von Hand gelesen. Wolf-Weine haben meist eine feine Struktur, können je nach Boden aber auch

kräftig daherkommen, wirken nie angepasst, eher im klassischen Sinne grundsolide. 

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13,90 € * 14,90 € *
Inhalt 0.75 Liter (18,53 € * / 1 Liter)
Wolf Spätburgunder Kastanienbusch 2014
Herkunft Deutschland
Anbaugebiet Pfalz

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